Freitag, 31. Januar 2014

Lange Jacke Aran Tweed

Lange hat es gedauert ... zumindest kam es mir so vor, 3 Monate ist ja immer relativ. Also bei dieser Jacke war von Anfang an "der Wurm drin". Bei jedem Teil musste ich mehrere Duzend Runden wieder ribbeln - wegen ach so blöden Flüchtigkeitsfehlern ... ja ja, selber schuld ...

Dann waren aber die Einzelteile doch fertig und das Zusammennähen brachte neuen Schwung. Aber nein: Als nächstes kam das "Blendendisaster" !


 
Diese Blende wurde separat gestrickt, in Reihen über 12 Maschen im Rippenmuster. Anschliessend wurde sie mit Maschenstich angenäht - alles genau nach Anleitung. Wie man sehen kann, ist die linke Blende nicht so schlimm - die habe ich als erstes gemacht und angenäht. Dann kam die rechte ...
Eine Katastrophe ! Hatte mir noch überlegt, ob es eine Rettung gibt, z.B. Einfassen mit einem Faden und umhäkeln oder so was. Habe dann aber entschieden, alles wieder zu ribbeln, da es nur ein "Gebastel" gewesen wäre, bei so vielen Zentimetern (!) einfassen. Wieder alles für nix ...

Nun gut, so dachte ich bei mir: Diese Blendenvariante üben wir nochmal - aber nicht bei dieser Jacke :-) Habe dann ganz traditionell eine Blende gestrickt.

Nein - die Geschichte ist noch nicht fertig: Schon beim Zusammennähen habe ich realisiert, dass die Jacke doch zu gross geworden ist. Vor allem an den Ärmeln. Und das, obwohl ich schon ein paar kleinere Anpassungen gemacht hatte. Nach dem Waschen war es dann mit den Ärmeln ganz schlimm - da hätte ich glatt noch Handschuhe drauss machen können. Was nun ? Kurz vor dem Beginn der Zunahmen aufgeschnitten, Maschen aufgefasst und neues Bündchen von oben nach unten angestrickt.

Dass die Jacke doch noch fertig wurde ist zum Teil vielleicht Engelsgeduld - zu einem anderen Teil aber auch einer gewissen Sturheit zuzuschreiben ;-)  Ich würde sagen, sie entspricht Gr 38, also etwas zu gross für mich. Wenn ich sie anhabe und jemand die Konfektionierung  genauer studiert, dem fällt das auf ... doch wer macht das schon, ausser vielleicht StrickerInnen :-) Insgesamt ist sie jetzt aber auf jeden Fall tragbar und da es sich ja nicht um ein "Jäckchen für's Büro" handelt, macht etwas Weite auch nichts.

Das Garn habe ich übrigens schon für die Heather Hoodie Vest verwendet. Gestrickt mit Nadeln 5mm. Muster aus Linea Rossa No 6.

 


Fazit: Das einzige was reibungslos klappte war der Kragen und das Fäden vernähen.
Immerhin :-)

Dienstag, 28. Januar 2014

Färbung Walnussschalen Teil 2

Der Vollständigkeit halber zeige ich noch die 2. Walnussschalenfärbung aus der Ernte 2013. Nochmals 1.8kg warteten im Gefrierschrank auf ihren Einsatz.

 Als erstes die Kaltfärbung. 2x 100g Sockenwolle.
 
 Dann 2x 100g Neuseeland Lamm.
Dieses habe ich vor der Färbung gesponnen, 
3fach verzwirnt mit einer Lauflänge von 85m/50g. 
1 Stunde bei 95°C  mit den Schalen gekocht, 24 Stunden abkühlen im Färbetopf.

Zuletzt noch das Experiment: Bei der ersten Färbung war ich mit dem Ergebnis der 80°C Färbung von Neuseeland Lamm Fasern nicht allzu glücklich. Habe nicht mal ein Foto davon gemacht ...

Ich habe mir dann überlegt, ob ich es vielleicht nochmals in den Färbetopf zum "Nachfärben" geben könnte. Da die Fasern aber nach der ersten Färbung schon recht trocken und spröde waren, habe ich erst mal eine Spinnprobe gemacht, wobei ich die Fasern als Vorbereitung sorgsam gelockert habe.
Und siehe da: Es ging viel besser als ich mir vorgestellt habe und die unregelmässigen Flecken haben sich natürlich in den Einzelfäden wohlwollend vermischt. 3fach verzwirnt mit einer Lauflänge von 75m/50g.

Ich habe die 3 Strangen dann für 24 Stunden in den abkühlenden Färbetopf der 95°C Färbung gegeben. Zuerst waren die Strangen dann tatsächlich etwas dunkler (Ich habe zwei kleine Probestrangen vorher/nachher gemacht). Nach dem Trocknen und anschliessenden Spülen war die Färbung aber mehr oder weniger so wie vorher. Ich würde sagen, dass die Garne keine zusätzliche Farbe mehr aufgenommen haben. Wie dem auch sei - mir gefallen sie inzwischen recht gut und nach einer abschliessenden Lanolin-Rückfettung ist das Garn nun doch noch sehr schön.

Donnerstag, 23. Januar 2014

Italien Socks

Wenn es draussen trübe ist, gibt es zumindest farbige Socken. Man(n) muss sich zwar noch etwas an die Farbintensität gewöhnen - allerdings hat sich doch ein passendes gelb-oranges T-Shirt im Schrank gefunden ... Na also ...
Muster aus "In 80 Socken um die Welt" Teil 1 - Italien.




Atelier Zitron Trekkng XXL
Färbung von Sockenwahnsinn
Gr. 42   Nd. 2.5mm

Donnerstag, 16. Januar 2014

Wolldecke

So, nun ist sie fertig – meine handgewobene Wolldecke. Ich habe sie inzwischen auch schon eingeweiht und bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis :-)



Für die Grundfarbe dunkelrot habe ich eine Panamabindung gewählt und für die Musterstreifen eine Köperbindung 2/2. Als Garn habe ich Pirkkalanka Nm 3,5/2 - 170m/100g in der Grundfarbe und Nm 8/2 – 400m/100g als Doppelfaden in den Musterstreifen verwendet. Dieses habe ich beim Eiderstedter Garnkontor gefunden.

Als Endbehandlung habe ich die Wolldecke in der Badewanne gewaschen, in der Maschine einige Minuten auf kleiner Umdrehungszahl geschleudert und sie dann, mit Küchenwecker und Kontrolle, für 2x 5 Minuten im Trockner auf Stufe warm getrocknet. So ist sie super schön weich geworden.

Samstag, 11. Januar 2014

Tigerauge

Während den Ferientagen wurde natürlich auch das eine oder andere fertig. Zuerst eines meiner Spinnprojekte: Die Farbe des Merino Kammzugs war als "Tigerauge" bezeichnet.


Dieser wurde verzwirnt mit einem grauen Australmerino. Und zwar als 3-fach Garn:
544g mit 2 Einzelfäden Tigerauge + 1 Einzelfaden Grau
204g mit 1 Einzelfaden Tigerauge + 2 Einzelfäden Grau

 
Hier die fertigen 7 Strangen, insgesamt 748g - doch doch, es sind 7 - einer hat sich in der Mitte versteckt :-)  Lauflänge ca. 80m/50g.


Und hier die Maschenprobe mit Nd 5mm und 2-1 Verzwirnung. Ich habe mich für diese Farb-Variante entschieden, nachdem ich einige Möglichkeiten ausprobiert hatte - so u.a. mit sich selbst verzwirnt als dickere oder dünnere Variante - mit bordeauxrot verzwirnt etc. ... hat mir aber alles nicht gefallen. Darum ist der  Kammzug einige Male immer wieder zurück in die Kiste gewandert, bis ich mit der Grau-Variante schliesslich zufrieden war.

 

Donnerstag, 9. Januar 2014

Jahresbeginn 2014

Inzwischen sind die Festtage und Rauhnächte vorüber - Zeit für Rückblick und Ausblick - Zeit für Reflektion - Zeit um Projekte, Ziele und Wege zu überdenken.
So beginnt sich nun das Jahr 2014 Tag für Tag und Schritt für Schritt zu entfalten.

 
Ich wünsche uns Zufriedenheit in allem was kommen mag.
 
Habe die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die du nicht ändern kannst.
Habe den Mut, Dinge zu verändern, die du ändern kannst.
Und habe die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.