Draussen ist es nun richtig Herbst geworden und "drinnen" habe ich einen Polwarth Kammzug in Herbstfarben versponnen. Um den Farbverlauf zu erhalten habe ich mich entschieden, ihn als chain ply zu verzwirnen. Der fertige Strang hat ein Gewicht von 102g und eine Lauflänge von 273m.
Erstanden habe ich den Kammzug hier.
Dienstag, 22. Oktober 2013
Donnerstag, 17. Oktober 2013
Tuch New Beginnings und Männersocken
Nun ist das zweite Dreieckstuch New Beginnings von Boo Knits fertig geworden. Diese Variante habe ich in handgefärbter Sockenwolle mit Nadeln 4mm gestrickt. Die 420m haben ganz genau dafür gereicht. Und das Wellenmuster gefällt mir auch farbig ausgesprochen gut.
Und ein weiteres Paar Männersocken Gr. 42. Das Muster ist aus Verena Spezial: In 80 Socken um die Welt Teil 1. Ich habe es schon mehrfach gestrickt und ist bestens für entspanntes Stricken in allen Lebenslagen geeignet. Sockenwolle gefärbt auf Atelier Zitron Trekking XXL von hier.
Beides wurde verschenkt an liebe Freunde ...
Und ein weiteres Paar Männersocken Gr. 42. Das Muster ist aus Verena Spezial: In 80 Socken um die Welt Teil 1. Ich habe es schon mehrfach gestrickt und ist bestens für entspanntes Stricken in allen Lebenslagen geeignet. Sockenwolle gefärbt auf Atelier Zitron Trekking XXL von hier.
Beides wurde verschenkt an liebe Freunde ...
Donnerstag, 10. Oktober 2013
Antonia Lace Tuch
Aus diesem handgesponnenen Baby Alpaka Strang
ist inzwischen ein Antonia Lace Tuch entstanden. Die Anleitung gibt
es hier. Gestrickt habe ich mit Nadeln 4.0 mm und ich habe das Muster
etwas erweitert, so dass ich die gesamten 150 g verbraucht habe.
Für die Mustererweiterung habe ich im Teil 3 die Runden 99 – 110 mehrfach wiederholt. Tipp: Es müssen jedoch immer alle 12 Runden erweitert werden, da sonst das Muster in Runde 111 nicht mehr symmetrisch ist.
Für die Mustererweiterung habe ich im Teil 3 die Runden 99 – 110 mehrfach wiederholt. Tipp: Es müssen jedoch immer alle 12 Runden erweitert werden, da sonst das Muster in Runde 111 nicht mehr symmetrisch ist.
Dienstag, 1. Oktober 2013
Cable Plying Experimente
Wenn mal etwas nicht so wird wie geplant – dann ist das der
richtige Moment für Experimente.
Eigentlich wollte ich ja Garn spinnen für eine ärmellose Weste. Vorgegeben war Nadelstärke 3.0 mm. Ich habe mich für ein 2-fach Garn mit einer LL von ca. 200m/50g entschieden.
Und eigentlich habe ich ja einen Probestrang + Maschenprobe in glatt rechts gemacht, welche auch zufriedenstellend ausfiel. Also nix wie ans Spinnrad und 300g Faser recht dünn versponnen, verzwirnt und gewaschen.
Danach ist mir eingefallen, dass ich ja noch eine Musterprobe machen wollte – und da kam die Ernüchterung:
Das Muster in 3 M glatt rechts und 3 M glatt links im Wechsel gefiel mir überhaupt nicht mit diesem dünnen Garn …
Und nun sitze ich hier mit 280g Garn und frage mich: Was nun?
Als erstes wanderte das Projekt Weste wieder zurück in die „would be nice to do“ Kiste.
Als nächstes machte ich einige Zwirn- und Strickproben Experimente:
Der Einzelfaden war in Z-Richtung gesponnen und in S-Richtung verzwirnt.
Musterprobe 1:
Dem 2fach Garn zusätzlichen Drall hinzugefügt in S-Richtung. Mit sich selbst verzwirnt als Cable Yarn in Z-Richtung. Nadeln 5.0 mm
Fazit:
Die Musterprobe fühlt sich stabil und robust an, die Oberfläche ist leicht rauh. Beim Stricken löst sich ein Teil des Drall durch das Bilden der Schlaufen beim continental style knitting wieder auf – es „entcabled“ sich im Strickprozess.
Musterprobe 2:
Das 2fach Garn wurde ohne weitere Manipulation mit 2 Fäden verstrickt. Nadeln 5.0 mm.
Musterprobe 3:
Für eine dritte Musterprobe habe ich aus einem Faserrest nochmal ganz neu gesponnen. Ausgehend aus folgender Überlegung: Möchte ich ein „beabsichtigtes“ Cable Garn spinnen, dann würde ich den Einzelfaden in S-Richtung spinnen mit eher wenig Drall, die 2fach Verzwirnung in Z-Richtung mit etwas mehr Drall als für ein ausgeglichenes Garn und die anschliessende Cable Verzwirnung in S-Richtung zu einem ausgeglichenen Garn. Dieses Muster diente mir als Vergleich zwischen beabsichtigtes Cable Garn und unbeabsichtigtes Cable Garn (Musterprobe 1).
Fazit:
Das Maschenbild und der Griff sind weicher als bei Musterprobe 1 und 2. Beim Stricken wird durch das Bilden der Schlaufen beim continental style knitting Drall hinzugefügt –das Cable-Garn „verzwirnt“ sich zusätzlich im Strickprozess.
Die Unterschiede der Musterproben und die Einflüsse beim Stricken auf das Garn sind sicherlich subtil, jedoch im Resultat eindeutig spürbar. Da eine zusätzliche Bearbeitung des nun vorhandenen 2fach Garnes zu einem Cable-Garn keine wirklichen Vorteile bringt, habe ich mich entschieden, das Garn wie in Musterprobe 2 zu verstricken.
Was ich allerdings mit den 280g 2fach Garn nun für ein Projekt machen soll, das weiss ich noch nicht …auf jeden Fall konnte ich erst mal ein paar neue Erkenntnisse gewinnen.
Und ich werde ab jetzt sicher nicht mehr vergessen, nicht nur eine Maschenprobe in glatt rechts mit einem Probestrang zu machen, sondern auch eine Musterprobe!
Eigentlich wollte ich ja Garn spinnen für eine ärmellose Weste. Vorgegeben war Nadelstärke 3.0 mm. Ich habe mich für ein 2-fach Garn mit einer LL von ca. 200m/50g entschieden.
Und eigentlich habe ich ja einen Probestrang + Maschenprobe in glatt rechts gemacht, welche auch zufriedenstellend ausfiel. Also nix wie ans Spinnrad und 300g Faser recht dünn versponnen, verzwirnt und gewaschen.
Danach ist mir eingefallen, dass ich ja noch eine Musterprobe machen wollte – und da kam die Ernüchterung:
Das Muster in 3 M glatt rechts und 3 M glatt links im Wechsel gefiel mir überhaupt nicht mit diesem dünnen Garn …
Und nun sitze ich hier mit 280g Garn und frage mich: Was nun?
Als erstes wanderte das Projekt Weste wieder zurück in die „would be nice to do“ Kiste.
Als nächstes machte ich einige Zwirn- und Strickproben Experimente:
Der Einzelfaden war in Z-Richtung gesponnen und in S-Richtung verzwirnt.
Musterprobe 1:
Dem 2fach Garn zusätzlichen Drall hinzugefügt in S-Richtung. Mit sich selbst verzwirnt als Cable Yarn in Z-Richtung. Nadeln 5.0 mm
Fazit:
Die Musterprobe fühlt sich stabil und robust an, die Oberfläche ist leicht rauh. Beim Stricken löst sich ein Teil des Drall durch das Bilden der Schlaufen beim continental style knitting wieder auf – es „entcabled“ sich im Strickprozess.
Das 2fach Garn wurde ohne weitere Manipulation mit 2 Fäden verstrickt. Nadeln 5.0 mm.
Fazit:
Das Maschenbild und der Griff sind weicher als bei Musterprobe 1. Beim Stricken wird durch das Bilden der Schlaufen beim continental style knitting Drall hinzugefügt – die beiden einzelnen 2fach Fäden „verzwirnen“ sich miteinander.
Das Maschenbild und der Griff sind weicher als bei Musterprobe 1. Beim Stricken wird durch das Bilden der Schlaufen beim continental style knitting Drall hinzugefügt – die beiden einzelnen 2fach Fäden „verzwirnen“ sich miteinander.
Musterprobe 3:
Für eine dritte Musterprobe habe ich aus einem Faserrest nochmal ganz neu gesponnen. Ausgehend aus folgender Überlegung: Möchte ich ein „beabsichtigtes“ Cable Garn spinnen, dann würde ich den Einzelfaden in S-Richtung spinnen mit eher wenig Drall, die 2fach Verzwirnung in Z-Richtung mit etwas mehr Drall als für ein ausgeglichenes Garn und die anschliessende Cable Verzwirnung in S-Richtung zu einem ausgeglichenen Garn. Dieses Muster diente mir als Vergleich zwischen beabsichtigtes Cable Garn und unbeabsichtigtes Cable Garn (Musterprobe 1).
Fazit:
Das Maschenbild und der Griff sind weicher als bei Musterprobe 1 und 2. Beim Stricken wird durch das Bilden der Schlaufen beim continental style knitting Drall hinzugefügt –das Cable-Garn „verzwirnt“ sich zusätzlich im Strickprozess.
Die Unterschiede der Musterproben und die Einflüsse beim Stricken auf das Garn sind sicherlich subtil, jedoch im Resultat eindeutig spürbar. Da eine zusätzliche Bearbeitung des nun vorhandenen 2fach Garnes zu einem Cable-Garn keine wirklichen Vorteile bringt, habe ich mich entschieden, das Garn wie in Musterprobe 2 zu verstricken.
Was ich allerdings mit den 280g 2fach Garn nun für ein Projekt machen soll, das weiss ich noch nicht …auf jeden Fall konnte ich erst mal ein paar neue Erkenntnisse gewinnen.
Und ich werde ab jetzt sicher nicht mehr vergessen, nicht nur eine Maschenprobe in glatt rechts mit einem Probestrang zu machen, sondern auch eine Musterprobe!
Donnerstag, 19. September 2013
New Beginnings
Eigentlich verstricke ich bei Tüchern ja am liebsten Lace-Garne. Für das Tuch New Beginnings von Boo Knits habe ich jedoch ein Garn der worsted weight Gruppe verwendet: Yak von Lang Yarns.
Und ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Es ist ein richtiges Hinein-Kuschel-Tuch geworden. Das Muster kommt sehr schön zu Geltung und das Stricken wird nicht eintönig. Kurz gesagt: Wieder mal ein Lieblingstuch …
50% Yak 50% Schurwolle
Lauflänge 130m / 50g
Nadelstärke 5mm
Sonntag, 15. September 2013
Upstairs Socks
Donnerstag, 5. September 2013
Jacke Neuseeland Romney
Die Herbst hält Einzug und ich konnte passend zur Jahreszeit ein
längeres Jacken Projekt fertigstellen. Die Idee: Eine robuste,
solide, wärmende, alltagstaugliche Jacke mit Reissverschluss.
Die dunkelbraunen Anteile der Jacke sind handgesponnen aus Neuseeland Romney im Fett, aufbereitet als Kardenband (von hier).
Ein Experiment – ich war mir nicht sicher, ob ich wirklich Wolle im Fett verspinnen will. Doch schon während dem Spinnen der ersten Musterstränge war ich absolut begeistert: Das Kardenband liess sich sehr schön ausziehen, der Fettanteil war total angenehm für die Hände und hat keinerlei Spuren am Spinnrad hinterlassen und das Fleece war sauber, weich und von feiner Qualität.
Wolle vom Romney Schaf eignet sich für ein Verspinnen im Fett sehr gut, da der Fettanteil geringer ist als bei anderen Schafrassen. Zudem hat Romney Wolle unter den Langhaar-Schafrassen die feinste Wollqualität.
Nach den ersten Mustersträngen und Strickproben habe ich mich für ein 3fach Garn entschieden. Das Maschenbild fühlte sich dichter und runder an und war für das geplante Jacken-Projekt eindeutig die bessere Wahl. Zudem liess sich das Kardenband problemlos zu einem verhältnismässig dünnen Faden spinnen, so dass ich mit einer Lauflänge von ca. 100m/50g endete.
Die dunkelbraunen Anteile der Jacke sind handgesponnen aus Neuseeland Romney im Fett, aufbereitet als Kardenband (von hier).
Ein Experiment – ich war mir nicht sicher, ob ich wirklich Wolle im Fett verspinnen will. Doch schon während dem Spinnen der ersten Musterstränge war ich absolut begeistert: Das Kardenband liess sich sehr schön ausziehen, der Fettanteil war total angenehm für die Hände und hat keinerlei Spuren am Spinnrad hinterlassen und das Fleece war sauber, weich und von feiner Qualität.
Wolle vom Romney Schaf eignet sich für ein Verspinnen im Fett sehr gut, da der Fettanteil geringer ist als bei anderen Schafrassen. Zudem hat Romney Wolle unter den Langhaar-Schafrassen die feinste Wollqualität.
Nach den ersten Mustersträngen und Strickproben habe ich mich für ein 3fach Garn entschieden. Das Maschenbild fühlte sich dichter und runder an und war für das geplante Jacken-Projekt eindeutig die bessere Wahl. Zudem liess sich das Kardenband problemlos zu einem verhältnismässig dünnen Faden spinnen, so dass ich mit einer Lauflänge von ca. 100m/50g endete.
Ich habe einige Musterproben
gestrickt, bin letztlich dann aber doch wieder bei glatt rechts
gelandet: Der feine Glanz der Wolle kam so am besten zur Geltung.
Alles andere wirkte mir zu unruhig. Statt Muster habe ich mich dann
für eine andersfarbige Passe entschieden – gestrickt aus Rowan
Wolle aus meiner Reste-Kiste.
Zum Reissverschluss: Ich habe mich
mit dem Einpassen an diese Anleitung gehalten. Die
Befestigungsnaht habe ich mit der Nähmaschine gemacht, das Annähen
der Reissverschlusskante erfolgte von Hand mit kleinen Stichen und Nähgarn. Der
Aufwand hat sich gelohnt. Es gab keine unschönen Ausbeulungen und
alles passt tiptop.
So kann ich den Sommer nun etwas leichter verabschieden ...
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